Finanzdienstleister
Soziale Banken
Erst kürzlich verlieh das Netzwerk Recherche den Banken ihren Kritik-Preis "Verschlossene Auster" für mangelnde Transparenz in der Kommunikation (siehe CPWISSEN Eine Auster – so gar nicht nach Bankergeschmack). Dass es auch anders geht, zeigt Thomas Jorberg, Vorstandsvorsitzender der Genossenschaftsbank für Leihen und Schenken (GLS), der mit seinem Bankenkonzept einer sozialen und ökologischen Nachhaltigkeit derzeit durch Talkshows zieht und von Medien wie der taz oder der Frankfurter Rundschau interviewt wird. Die GLS sieht Nachhaltigkeit als Gesamtkonzept, das auch und vor allem Transparenz in der Kommunikation mit einbezieht.
Wer bei der GLS sein Geld anlegt, will wissen, wofür es verwendet wird. Dreimal im Jahr wird die Kundenzeitschrift Bankenspiegel dem Anspruch gerecht. Sie berichtet über Kredite, die an Schulen, Behinderteneineinrichtungen oder Bio-Landwirte vergebenen wurden. Dass man damit im Zweifelsfall auch Kunden verlieren kann, nimmt die GLS in Kauf: In der Wochenzeitung Zeit berichtet Jorberg von einem Kunden, der sein Konto auflöste, weil er den berichteten Bau einer Moschee nicht mit seinem Geld unterstützen wollte.
Eine weitere Bank in Deutschland, die sich der Nachhaltigkeit verpflichtet fühlt, ist die Umweltbank, Nürnberg. Auch sie setzt auf Transparenz und informiert ihre Kunden viermal im Jahr in Bank & Umwelt über ethisch-ökologische Anlagemöglichkeiten wie beispielsweise die Investition in Solarenergie-Parks.





