Wissenschaft und Technik
Ingenieure lieben E-Books
E-Book: Ideales Instrument für die Zielgruppen Techniker und Wissenschaftler
E-Books – Dateien, die auf einem kleinen heftformatgroßen Gerät angezeigt werden – finden ihre Verbreitung am ehesten über fachbezogene Unternehmensmedien und über den Fachbuchmarkt, so eine Analyse des Instituts der deutschen Wirtschaft in Köln. Rund 73 Prozent der Mitarbeiter in wissenschaftlichen Institutionen haben demnach schon einmal in einem E-Book geblättert, in der Gesamtbevölkerung sind es gerade mal 2,5 Prozent. Der Grund dürfte die Funktionalität sein: Sinnliche Erlebnisse wie der Geruch eines neuen Buchs, der Anblick eines schönen Einbands oder die Haptik des Papiers treten bei Wissenschaftlern und Ingenieuren in der Wertung hinter die praktische Suchfunktion und das geringe Gewicht des E-Books zurück. Und: Ein E-Book-Reader kann gleich eine ganze Bibliothek von Büchern speichern.
Nach einer Studie des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels zum gleichen Thema zeigen Männer und Frauen unterschiedliches Kaufverhalten: Bei Männern stehen Fachbücher/wissenschaftliche Bücher (46%) und Sachbücher (39%) an der Spitze der elektronisch gekauften Bücher, gefolgt von Klassikern (21%) und Ratgebern (19%). Bei Frauen lautet die Reihenfolge Romane/Klassiker (39%), Fachbücher/wissenschaftliche Bücher (30%) und Sachbücher (26%). Befragt wurden rund 10.000 Nutzer, die mindestens einmal ein E-Book gekauft haben; Mehrfachnennungen waren möglich.
In den USA hat sich der Umsatz mit elektronischen Büchern zwischen 2002 und 2008 verzehnfacht und lag zuletzt bei knapp 100 Millionen Dollar. Eine ähnliche Entwicklung erwartet der Börsenverein nun auch in der Bundesrepublik. Und: Jugendliche sind in Sachen E-Book ausnahmsweise nicht die Pioniere. Ihr Anteil ist mit rund drei Prozent fast vernachlässigbar.





